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Im Lebensbedrohlichen Notfall Tel. 112

© 2020 Dr.Siegmar & Engel Hausarztpraxis Heidbergweg.

Lungenfunktion

 

Atemwegserkrankungen, insbesondere allergische Reaktionen des Bronchialsystems, gehören zu den häufigsten Krankheitserscheinungen. Eine zuverlässige Lungenfunktionsprüfung ist sowohl ein unverzichtbares Instrument bei Vorsorgeuntersuchungen als auch eine optimale Kontrolle therapeutischer Maßnahmen.

 

 

Ziel der Lungenfunktionsprüfung ist es, im Einzelfall und in gefährdeten Bevölkerungsgruppen, den Funktionszustand der Atemwege und der Lunge möglichst genau zu erfassen. Bei vielen Lungenerkrankungen sind Belüftung und Durchblutung der Lunge nicht richtig aufeinander abgestimmt mit der Folge, dass zu wenig Sauerstoff aufgenommen werden kann. Zielsetzung muss deshalb sein, Krankheiten im Frühstadium zu erkennen und ursächlich zuzuordnen. Eingeleitete Therapien werden in ihrer Wirksamkeit überwacht und vorsorgende Maßnahmen gefördert.Die Standard-Untersuchungen werden mittels Spirometer durchgeführt. Diese können je nach gewählter Apparaturtechnik mit ergänzenden Messmethoden aufgerüstet werden, um spezielle Fragestellungen zu bearbeiten. Die gemessenen Werte werden mit Sollwerten verglichen.

 

 

Daraus ergeben sich in der Praxis folgende wesentliche Gründe zur Durchführung einer Lungenfunktionsuntersuchung:

 

Bei Symptomen:

  • Atemnot

  • Husten

  • Auswurf

  • langjähriger Zigarettenkonsum

Bei Befunden:

  • auffälliges Lungenröntgen

  • bläuliche Verfärbung der Haut und Schleimhäute durch eine Abnahme des Sauerstoffgehaltes im Blut (Zyanose)

Weitere Gründe:

  • Verlaufs- und Therapiekontrolle bei Lungenkrankheiten

  • Eignungsuntersuchung

  • Sportmedizin

  • Arbeitsmedizin

  • zur Risikoabschätzung vor Operationen

 

Wie wird die Lungenfunktionsprüfung durchgeführt?

 

Die Untersuchung wird mittels Spirometer (Gerät mit Mundstück) durchgeführt.

Die Nase des Patienten wird bei der Durchführung des Tests mit einer Klammer verschlossen. Der Patient nimmt anschließend das Mundstück zwischen die Zähne und führt auf Anweisung des Arztes bestimmte Atemmanöver (Ein- und Ausatmen auf eine bestimmte Art und Weise) durch. Die erhaltenen Werte werden mit Sollwerten verglichen.

 

Die Lungenfunktionsprüfung soll zwei elementare Fragen beantworten:

  • Wie groß ist das Luftvolumen, das ein- oder ausgeatmet werden kann ?

  • In welcher Zeit kann dieses Volumen bewegt werden ?

 

Die gemessenen Werte lassen eine genaue Bewertung der Symptome "Luftnot" und "Husten" zu, insebesondere ist hier die Unterscheidung zwischen Allergie/Asthma und Chronischer Bronchitis wichtig.

MIt Hilfe der Lungenfunktionsprüfungen kann die Therapie von Lungenerkrankungen eingeleitet und regelmäßig überprüft werden.